Ach, wie ist das schön. Die Sonne scheint, der Landkreis liegt da wie frisch gekehrt (zumindest aus der Entfernung), und wir rollen mit unserem Ford B-Max durch die fränkische Weite. Rollen ist dabei das richtige Wort, denn rasen tut man hier nicht. Erstens wegen der Blitzer, zweitens wegen der Gedanken – die brauchen Platz. Und Zeit. Und manchmal einen Kreisverkehr extra.
Der Ford B-Max ist dabei weniger Auto als Lebensgefühl. Er brummt nicht, er kommentiert. Ein leises „Bassd scho“ beim Anlassen, ein skeptisches Knarzen bei jeder Bodenwelle, als wollte er sagen: „Des hätt mer aa besser lösen können.“ Und wir nicken, weil er recht hat. Wie so oft im Leben.
Links Felder, rechts Felder, dazwischen Politik. Also nicht direkt, aber gedanklich. Man fährt an einem Misthaufen vorbei und denkt über Koalitionen nach. Man sieht ein Windrad und überlegt, ob es sich schneller dreht als die Meinungen. Und an jeder Ortseinfahrt steht ein Schild, das einen daran erinnert, dass hier alles ein bisschen langsamer läuft – außer die Diskussionen beim Stammtisch.
Der Landkreis ist eine Bühne. Die Natur spielt die Hauptrolle, wir sind Statisten mit Führerschein. Die Hügel wellen sich wie ein gut gemeinter Vorschlag, die Wälder schweigen bedeutungsvoll, und irgendwo bellt immer ein Hund, der genau weiß, dass er hier hingehört. Wir auch. Selbst wenn wir manchmal nicht wissen, wohin eigentlich.
Im Auto wird geredet. Fränkisch, versteht sich. Kein Smalltalk, eher Mittelgroßtalk mit Tiefgang. Über das Leben, die Erfahrungen, das große Ganze und das sonstige Blah blah, das am Ende doch wichtiger ist als jede Talkshow. Man schimpft ein bisschen, man lacht ein bisschen mehr, und am Schluss kommt fast immer raus: „Is halt so.“
Unsere Sendereihe spielt im Leben, und das Leben spielt im Landkreis. Zwischen Kreisverkehr und Bäckerei, zwischen Sonnenblende und Seitenfenster. Der Ford B-Max trägt uns durch diese fränkische Welt wie ein treuer Begleiter, der nichts verspricht, aber alles mitmacht. Und wenn wir am Ende ankommen, irgendwo zwischen Zuhause und Erkenntnis, dann wissen wir: Des war jetzt zwar keine Weltreise – aber für den Kopf hat’s gereicht.
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