Schweinfurt – Die Stadt der kreativen Kassenfüller - Eine satirische Glosse!

 


Eine satirische Glosse von Sandra Grätsch

Schweinfurt zeigt sich innovativ – zumindest, wenn es darum geht, den Bürgerinnen und Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Da sind Fantasie und Tatkraft plötzlich grenzenlos.

Neue Einnahmeideen? Aber sicher!


Höhere Gewerbesteuer, höhere Grundsteuer – und jetzt Parkgebühren am Wildpark und sogar am Baggersee.
Erholung wird damit offiziell zum Luxusgut. Wer frische Luft will, darf zahlen. Wer sparen will, bleibt zu Hause.

Und als i-Tüpfelchen:
Neue stationäre Blitzer, nicht etwa, um den Verkehr sicherer zu machen, sondern um das Stadtsäckel zu polstern. Bald hat Schweinfurt womöglich mehr Messgeräte als Straßenlaternen.


Die Frage, die niemand stellen will: Wer will hier eigentlich noch leben?

Ich selbst, Sandra Grätsch, frage mich zunehmend, wohin sich diese Stadt bewegt.
Unsere Kultur?
Unsere Vereine?
Unser Sport?
Alles scheint langsam unter die Räder zu geraten – und mit ihm Schweinfurt selbst, dieses einst so lebendige orientalische Zentrum Unterfrankens, das heute wirkt, als würde es Schritt für Schritt an Bedeutung verlieren.


Die Mega Factory – ein XXL-Klotz mit Mini-Effekt

Als großes Zukunftsprojekt wird die Mega Factory präsentiert: ein gigantisches Rechenzentrum, das mehr Strom verbraucht als ein Stadtviertel – und dabei stolze zehn Arbeitsplätze schafft.

Ein Hoffnungsträger?
Vielleicht.
Ein echter Entwicklungsschub?
Eher nicht.
Ein monumentaler Betonklotz, der viel Platz frisst und wenig Nutzen bringt.


Die Maxbrücke – Drama ohne Ende

Seit Jahren wird diskutiert, analysiert, abgewogen.
Am Ende, so wage ich zu prophezeien, wird die billigste Lösung umgesetzt: Abriss und Neubau.
Hauptsache unkompliziert. Hauptsache Zuschüsse.
Ob Menschen oder Betriebe im Hafen darunter leiden – zweitrangig.
Für Besonderheiten oder bauliche Eleganz fehlt das Geld. Der Minimalismus gewinnt.


Was Schweinfurt wirklich braucht

Keine wortgewandten Schönredner.
Keine OB-Kandidaten, die rumschwafeln und freundlich in Kameras lächeln.
Sondern Menschen, die wirklich anpacken.
Die Zukunft gestalten, statt immer neue Einnahmeideen zu erfinden, die Bürger vergraulen.

Denn sonst wird Schweinfurt irgendwann genau das, was niemand aussprechen will:
Eine Stadt, die man lieber meidet als besucht.



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