Resolution der Stadt Schweinfurt zur Verbunderweiterung in der Region Mainfranken

 


Mit Gründung der Nahverkehr Mainfranken (NVM) GmbH im Jahr 2017 wurde der Grundstein für einen Verkehrsverbund in der Region 2 und 3 gelegt. Seit diesem Zeitpunkt werden unter dem Dach dieser Vorbereitungsgesellschaft die notwendigen Maßnahmen für die Erweiterung des bisherigen Verbundes in der Region 2 um die Region 3 bearbeitet. 

Es bestand von Beginn an Konsens, die bisherige Verbundgesellschaft Verkehrsverbund Mainfranken GmbH (VVM) nach Etablierung des neuen Verbundes aufzulösen. Von Beginn an arbeiteten alle beteiligten Aufgabenträger intensiv und partnerschaftlich zusammen. Dabei waren zahlreiche Hürden zu nehmen. Es wurde eine umfassende Verkehrserhebung durchgeführt, Vertragswerke – insbesondere der Kooperations- und Einnahmeaufteilungsvertrag – ausverhandelt und ein Verbundtarif festgelegt. Die Diskussionen waren von einem großen gegenseitigen Verständnis und erheblicher Kompromissbereitschaft geprägt. Zusammenfassend gibt es aus Sicht der Stadt Schweinfurt am Ende auf kommunaler Seite keine Gewinner. 

Alle Beteiligten leisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihren finanziellen Beitrag. Alleiniger Gewinner sind die Bürgerinnen und Bürger, welche in den Genuss eines attraktiveren ÖPNV kommen. Im Zuge der Verhandlungen war für die Stadt Schweinfurt nicht erkennbar, dass der Verkehrsverbund politisch scheitern könnte. Uns ist bewusst, dass auch die Stadt Würzburg mit Mehrbelastungen durch die Verbunderweiterung konfrontiert ist. Andererseits lassen sich die finanziellen Rahmenbedingungen des bisherigen Verbundes nicht auf die neuen Strukturen übertragen. Nach Abschluss der jüngsten Verhandlungen konnten alle Beteiligten davon ausgehen, dass in allen Bereichen Kompromisse gefunden werden konnten. Es wurde von keinem Partner signalisiert, dass die Verhandlungsergebnisse nicht mitgetragen werden können.

 Im Hinblick auf den bereits in der Bevölkerung kommunizierten beabsichtigten Verbundstart zum 01.01.2025 wäre ein politisches Scheitern des Verbundes ein fatales Signal. Die Stadt Würzburg wird daher aufgefordert, denselben 2017 gemeinsam begangenen Weg zu einem gesellschafts- und klimapolitisch notwendigen Ziel weiterhin gemeinsam mit den Landkreisen Würzburg, Schweinfurt, Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Haßberge, Kitzingen, Main-Spessart und der Stadt Schweinfurt zu beschreiten und sich der Gründung eines Verkehrsverbundes im Sinne der gesamten Region Mainfranken nicht zu verschließen. Sebastian Remelé Oberbürgermeister

Kommentare

  1. Auch wenn es auf kommunaler Ebene aus Sicht der Stadt Schweinfurt keine Gewinner gibt, dann wird es wohl die gesamte Region 3 sein, die der mögliche "Gewinner" des Nahverkehrs Mainfranken (NVM) werden wird. Da es aber nicht darum geht, kommunale Gewinner beim NVM zu bedienen, sollte das große Ganze bei der Entscheidung im Vordergrund stehen, nämlich insgesamt die Verkehrsstrukturen wesentlich zu verbessern. Das ist ein wesentlich größeres Gut als nur die kommunalen Belange in den Vordergrund zu stellen stattdessen die mögliche Gemeinschaftleistung für alle Kommunen in der Region als Ziel zu würdigen... Wenn nicht jetzt, wann dann...? cpg

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  2. Den Mini-VVM zu erweitern ist wirklich die schlechteste Entscheidung, die auf diesem Gebiet getroffen werden konnte. Der Beitritt zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg VGN wäre die beste Option gewesen und sollte unbedingt umgesetzt werden. Wir brauchen keine unterfränkische Kleinstaaterei! Hoffentlich kippt Würzburg die VVM-Erweiterung, damit der Weg in den VGN frei wird!

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