Edeka Lager in Gochsheim wird bestreikt! Demo-Zug in Schweinfurt


Schweinfurt-Die Streikaktionen im bayerischen Handel wurden am 21.06. um 2:00 Uhr auf dem Edeka Lager in Gochsheim ausgeweitet und werden bis Sonntag, 14:00 Uhr andauern. „Einerseits sind die Handelsunternehmen, wie beispielsweise Edeka, Profiteure der dramatischen Preissteigerungen, und andererseits verweigern sie den Kolleginnen in den Tarifverhandlungen ein respektvolles und angemessenes Angebot. Für die Kolleginnen geht es darum, von ihrer täglichen Arbeit ein würdevolles Leben führen zu können“, erklärte Peter König, ver.di-Streikleiter in Schweinfurt. „Dass die Arbeitgeber im bayerischen Groß- und Außenhandel auch in ihrem zweiten ‚Angebot‘ weiterhin Reallohnverlust und eine Verschärfung der Altersarmut bieten, hat die Kolleg*innen bereits gestern bei Kaufland in Donnersdorf sowie im Edeka Lager richtig wütend gemacht“, fügte König hinzu. Die Streikenden haben sich heute Morgen, am Donnerstag, dem 22.06.23, von 8:30 bis 10:30 Uhr im Streiklokal Cafe Sax's in der Schweinfurter Innenstadt getroffen. Um  10:30 Uhr gab es einen Demonstrationszug zum Georg-Wichtermann-Platz mit anschließender Kundgebung. Hintergrundinformationen: Die Arbeitgeber bieten seit der ersten Tarifverhandlung bei einer Laufzeit von 24 Monaten, ab Dezember 2023, eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 4 % an. Ab Dezember 2024 soll es eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,1 % geben. Mit dem Abschlussmonat im Jahr 2023 bieten sie eine Inflationsausgleichsprämie von 700 € (Azubis 50%) an. Weitere 700 € (Azubis 50 %) Inflationsausgleichsprämie sollen 2024 gezahlt werden, jedoch wurde der genaue Zeitpunkt nicht konkretisiert. Arbeitgeber, die bereits eine Inflationsausgleichsprämie gezahlt haben, sollen die Möglichkeit haben, diese mit dem Angebot zu verrechnen. Die nächsten Tarifverhandlungen finden am 03.07.2023 statt. Ver.di fordert für die rund 240.000 Beschäftigten im bayerischen Groß- und Außenhandel: Tabellen wirksame Erhöhung der Entgelte* um 13 % Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 250 € Die Laufzeit der Tarifverträge soll 12 Monate betragen. In einer gemeinsamen Initiative soll die Allgemeinverbindlichkeit der Entgelttarifverträge erreicht werden. (*Anmerkung: Hierbei handelt es sich um eine direkte Übersetzung des Begriffs „tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte“, ohne genaue Kenntnis des Kontexts. Der korrekte Begriff kann je nach Tarifvertrag variieren.)

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