Blaulicht: Verdacht der unbefugten Schlachtung von Tieren ohne vorherige Betäubung – strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet


Gemeinsame Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken und des Landratsamts Würzburg vom 27.05.2015

LANDKREIS WÜRZBURG. Wegen des Verdachts eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz führt die Polizeiinspektion Ochsenfurt in enger Abstimmung mit dem Veterinäramt des Landkreises Würzburg strafrechtliche Ermittlungen. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, am vergangenen Freitag fünf Tiere ohne erforderliche Genehmigung des Landratsamtes und ohne Betäubung geschlachtet zu haben.



Am Freitagnachmittag, gegen 14.15 Uhr, erhielt die Polizei eine Mitteilung, dass in einer Scheune im südlichen Landkreis sogenannte „Schächtungen“ von Tieren durchgeführt werden. Eine Streife der Ochsenfurter Polizei traf vor Ort insgesamt vier Männer im Alter von 53, 54, 48 und 22 Jahren an. Alle Personen sind im Raum Würzburg bzw. im Landkreis Hassberge wohnhaft. In der Scheune stellten die Ordnungshüter etwa 50 lebende Schafe und Ziegen, geschlachtete Tiere und entsprechende Schlachtutensilien fest.



Unverzüglich wurde das Veterinäramt des Landkreises Würzburg eingeschaltet. Die Überprüfungen der Veterinärin vor Ort ergaben, dass mindestens fünf Tiere getötet worden waren, dem Sachstand nach ohne vorher betäubt worden zu sein. Diese spezielle Form des Schächtens erfordert eine tierschutzrechtliche Genehmigung, die seitens der Beschuldigten vorab nicht eingeholt wurde. Die Schlachtutensilien wurden sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.



Das Landratsamt Würzburg weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass Schächten ohne Betäubung angemeldet und ausschließlich nach einer erteilten Genehmigung erfolgen darf.





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