Blaulicht: Nach Explosion auf Spielplatz – Wohnungsdurchsuchung bei drei Tatverdächtigen


MARKTHEIDENFELD, LKR. MAIN-SPESSART. Nachdem es Ende Juni zu einer größeren Explosion auf einem Spielplatz gekommen war, hat die Kriminalpolizei Würzburg nun drei Tatverdächtige ermittelt. Drei Jugendliche stehen im dringenden Verdacht, aus nicht zugelassenen Böllern einen größeren Sprengsatz gebaut und diesen gezündet zu haben. Bei der Durchsuchung der Wohnungen stießen die Ermittler außerdem auf entsprechendes Beweismaterial.



Wie von der Polizeiinspektion Marktheidenfeld bereits berichtet, hatte sich am 29.06.2015 im Bereich der Frankenstraße/Jahnstraße eine lautstarke Explosion ereignet. Unbekannte hatten damals einen offensichtlich selbstgebastelten Sprengkörper gezündet. Glücklicherweise wurde niemand verletzt und außer einem größeren Krater in einer Sandgrube entstand damals kein Sachschaden.



Aufgrund der am Tatort gesicherten Spuren und eines anonymen Hinweises verdichtete sich der Tatverdacht zunächst auf einen Jugendlichen aus dem Landkreis Main-Spessart. Im weiteren Verlauf gerieten zwei weitere junge Männer ins Visier der Ermittler. Daraufhin wurde von der Kriminalpolizeiinspektion Würzburg, die mittlerweile die Sachbearbeitung übernommen hatte, über die zuständige Staatsanwaltschaft ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Beim Vollzug wurden in einer der Wohnungen umfangreiche Beweismittel sichergestellt.



Nach momentanen Erkenntnissen handelte es sich bei der explosiven Substanz um mehrere, in Deutschland nicht zugelassene Böller, aus denen die Tatverdächtigen einen größeren Sprengsatz herstellten. Die drei Jugendlichen im Alter von 15 – 17 Jahren müssen sich nun wegen eines Vergehens nach dem Sprengstoffgesetz verantworten.



Die Unterfränkische Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die Gefährlichkeit von in Deutschland nicht zugelassenen Böllern hin, da deren Wirkung absolut nicht einschätzbar ist. Führt man an diesen Sprengsetzen noch in irgendeiner Art und Weise Veränderungen herbei, werden die Knallkörper zu einem unkontrollierbaren Risiko. Bei der unsachgemäßen Handhabung kann es so zu schwersten Verletzungen kommen.

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