SPD-Kreisverband Schweinfurt spricht sich gegen Waffenlieferungen aus


Angesichts des Massakers vor den Augen der Weltöffentlichkeit in Syrien herrscht Ratlosigkeit und Wut im SPD-Kreisverband Schweinfurt-Land. Einhellig wird die Meinung vertreten, dass zu lange gewartet worden ist, um einzugreifen und den hilflosen Menschen beizustehen. „Die USA ist der Verursacher des Machtvakuums im Irak und Wachsens des terroristischen IS-Staates gewesen“, so Irmgard Pawlak. Inzwischen konnte der Islamische Staat genug Geld und Waffen erbeuten.











Hinsichtlich der Waffenlieferungen an die irakischen Kurden befürchtet der Vorsitzende Peter Pfister: „Die Lieferung veralteter Waffen an nicht ausgebildete Kämpfer sorgt am Ende für eine größere Anzahl von Opfern“. Nach Meinung von Zehra Akcay können die Waffenlieferungen an die irakischen Kurden nur der Gewissensberuhigung dienen, solange die Bundesregierung Lieferungen der Waffenindustrie widerholt genehmigt. „Gemordet wird mit den Waffen der größten Waffenlieferanten, u.a. Deutschlands, und wir verdienen Geld damit!“, empört sich Wolf-Dietrich Lang aus Niederwerrn.



Daher sei die Aufnahme von Flüchtlingen, die zu uns kommen, eine humane und politische Verantwortung, die aus den Waffenlieferungen resultiere. Während die ärmsten Länder wie Libanon oder Jordanien an einem Tag so viele Flüchtlinge aufnähmen, wie wir nicht mal in einem Jahr, könnten wir unsere derzeitige Asylpolitik nicht aufrechterhalten.

„Die – naive - Hoffnung wäre, dass die Weltpolitik aus dem IS-Terror lernt und sich für eine weltweite Abrüstung einsetzt, gleich welcher Waffen. Anders ist ein Weltfrieden nicht herzustellen. Leider werden auch unmittelbar nach dieser Debatte weitere Waffenlieferungen von der Bundesregierung genehmigt - neben der Lieferung an die Kurden im Irak zu deren Verteidigung“, so Zehra Akcay

Kommentare