Mehr als 500 Fahrzeuge bei Aktion „Nachtnetz“ in der Region Main-Rhön kontrolliert – acht Fahrer mit Alkohol oder Drogen am Steuer

Mehr als 500 Fahrzeuge bei Aktion „Nachtnetz“ in der Region Main-Rhön kontrolliert – acht Fahrer mit Alkohol oder Drogen am Steuer



REGION MAIN-RHÖN. In der Nacht zum Samstag hat die Polizei bei einer Kontrollaktion in der Region Main-Rhön mehr als 500 Fahrzeuge überprüft und dabei acht Fahrer mit Alkohol oder Drogen am Steuer sowie viele andere Verstöße festgestellt. Den Schwerpunkt bildeten Stadt und Landkreis Schweinfurt, wo im Rahmen der Großkontrolle „Nachtnetz“ allein fast 300 Fahrzeuge kontrolliert wurden. Aber auch in den Landkreisen Rhön-Grabfeld und Haßberge sowie auf der A 70 waren Kontrollstellen aufgebaut. Die beteiligten Polizeiinspektionen wurden dabei tatkräftig von Beamten der Bereitschaftspolizei unterstützt. Auch der Schweinfurter Einsatzzug der sowie Zivilkräfte und zwei Diensthundeführer waren im Einsatz.



Zwischen 23.30 Uhr und 04.30 Uhr gab es im Dienstbereich der Polizeiinspektion Schweinfurt allein sechs Kontrollstellen, an denen in fünf Stunden knapp 300 Fahrzeuge und circa 350 Personen überprüft wurden. Vor allem die Verkehrstüchtigkeit der Fahrer/innen spielte für die Polizeibeamten dabei eine wichtige Rolle. Bei mehr als 80 Autofahrern wurde ein Alkotest durchgeführt.



Gleich zu Beginn der Kontrolle war den Ordnungshütern in der Landwehrstraße ein völlig betrunkener Radfahrer durch seine unsichere Fahrweise aufgefallen. Der Mann brachte es beim Alkotest auf den traurigen Wert von fast 1,9 Promille und musste sich einer Blutentnahme unterziehen.

Kurz nach Mitternacht fielen gleich zwei Autofahrer in der Mainberger Straße auf. Ein alkoholisierter Fahranfänger sowie ein 29-Jähriger, der offenbar Drogen konsumiert hatte. Auch ihm wurde eine Blutprobe abgenommen.

Um kurz vor 01.00 Uhr stellten die Beamten bei einem 62-Jährigen in der Niederwerrner Straße Alkoholgeruch fest. Er war mit 0,6 Promille unterwegs. Wenig später war in Zeuzleben ein 27-Jähriger bei der Kontrolle aufgefallen, weil er kurz zuvor einen Joint geraucht hatte.

In der Würzburger Straße und auf der Maxbrücke kontrollierten die Beamten eine 51-jährige Autofahrerin mit 0,52 Promille sowie einen weiteren Fahranfänger mit 0,84 Promille.



Für einen 43-Jährigen, der in Oberlauringen mit knapp 1,2 Promille unterwegs war, wurde ebenso eine Blutentnahme fällig wie für einen Autofahrer, der um 03.30 Uhr in der Niederwerrner Straße in die Kontrollstelle fuhr. Der 56-Jährige brachte es auf den bedenklichen Wert von 1,48 Promille Atemalkohol. Sein Führerschein wurde sofort sichergestellt.



Parallel zu der Großkontrolle führte die unterfränkische Polizei im Bereich Mellrichstadt, Bad Neustadt, Bad Königshofen und Ebern weitere Kontrollen durch. Auch hier wurden mehr als 90 Personen überprüft. Für einige Autofahrer war ein Verwarnungsgeld fällig.



Auch auf der Autobahn A 70 war die Polizei im Einsatz. Hier kontrollierten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck gemeinsam mit der Haßfurter Polizei. Dort stellten die Ordnungshüter einen Verstoß nach dem Personenbeförderungsgesetz fest.



Wie wichtig die Durchführung solcher Großkontrollen ist, machen nicht nur die zahlreichen festgestellten Verstöße deutlich. Auch der tödliche Verkehrsunfall in Stockheim im Landkreis Rhön-Grabfeld, bei dem am Freitagabend eine 83-jährige Fußgängerin von einem alkoholisierten Autofahrer angefahren wurde und verstarb ist ein trauriges Beispiel dafür, dass die Bekämpfung von Alkohol- und Drogenfahrten sowie überhöhter Geschwindigkeit als Hauptunfallursachen Nr. 1 nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil zur Stärkung der Verkehrssicherheit auf den unterfränkischen Straßen sein muss.

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