Schaeffler-Stellenabbau: Linken-Abgeordnete Agnes Conrad fordert Rettungsschirm für Autozulieferer

 

Foto von: Karl Reuter

Schaeffler-Stellenabbau: Linken-Abgeordnete Agnes Conrad fordert Rettungsschirm für Autozulieferer

2.660 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen – Bundestagsabgeordnete kritisiert erneutes Sparprogramm und fordert Beschäftigungssicherung

Schweinfurt. Der angekündigte Stellenabbau beim Automobilzulieferer Schaeffler sorgt weiter für politische Reaktionen. Nach den Plänen des Konzerns sollen europaweit rund 3.460 Stellen wegfallen, davon etwa 2.660 in Deutschland. Auch der Sondermaschinenbau am Standort Schweinfurt ist betroffen.

Die Schweinfurter Bundestagsabgeordnete Agnes Conrad (Die Linke), Sprecherin ihrer Fraktion für die Automobilindustrie, kritisiert die erneuten Einschnitte deutlich.

Besonders problematisch sei aus ihrer Sicht, dass das vorherige Stellenabbauprogramm noch nicht vollständig abgeschlossen sei. Conrad bezeichnet die neuen Maßnahmen als Gefährdung für die Existenz zahlreicher Beschäftigter und für ganze Industrieregionen.

Linke fordert jährlich 20 Milliarden Euro Unterstützung

Conrad verlangt von der Bundesregierung einen Zukunftsplan für die Automobilzulieferindustrie.

Die Linke fordert einen staatlichen Rettungsschirm in Höhe von 20 Milliarden Euro jährlich. Öffentliche Unterstützung solle dabei an verbindliche Zusagen zum Erhalt von Arbeitsplätzen und Standorten geknüpft werden.

Zugleich kritisiert Conrad die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung und insbesondere Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche.

Betriebsräte und IG Metall sollen einbezogen werden

Nach Auffassung der Bundestagsabgeordneten muss der Schaeffler-Vorstand gemeinsam mit Betriebsräten und IG Metall offenlegen, wie betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden können.

Außerdem fordert sie Qualifizierungsmaßnahmen, damit Beschäftigte neue Aufgaben innerhalb der sich wandelnden Automobilindustrie übernehmen können.

Conrad kennt den Konzern auch aus ihrer früheren beruflichen Tätigkeit: Vor ihrem Bundestagsmandat arbeitete sie als Konzernbetriebsratsreferentin bei Schaeffler in Schweinfurt.

Wie viele Arbeitsplätze am Standort Schweinfurt konkret wegfallen sollen, ist weiterhin offen.

Quelle: Stellungnahme aus dem Wahlkreisbüro von Agnes Conrad und Pressemitteilung der Bundestagsfraktion Die Linke vom 3. November 2026 | Redaktionelle Bearbeitung: Schweinfurter Nachrichten – SW-N-TV

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