Katastrophenschutz: 100 Einsatzkräfte aus Stadt und Landkreis Schweinfurt üben den Ernstfall
Rund 100 Einsatzkräfte aus Stadt und Landkreis Schweinfurt starteten auf dem Schweinfurter Volksfestplatz zu einer gemeinsamen Katastrophenschutzübung. Oberbürgermeister Ralf Hofmann und Landrat Florian Töpper bedankten sich für das Engagement der Teilnehmenden. Fotos: Samira Gräf / Stadt Schweinfurt
Katastrophenschutz: 100 Einsatzkräfte aus Stadt und Landkreis Schweinfurt üben den Ernstfall
Großangelegte Übung des Hilfeleistungskontingents – Zusammenarbeit und schnelle Mobilisierung im Mittelpunkt
Schweinfurt/Oberthulba. Was passiert, wenn eine Region von einer schweren Hochwasserkatastrophe oder einem anderen großflächigen Schadensereignis betroffen ist und die örtlichen Einsatzkräfte zusätzliche Unterstützung benötigen? Für solche Situationen stehen überörtliche Hilfeleistungskontingente bereit.
Rund 100 Einsatzkräfte aus Stadt und Landkreis Schweinfurt haben am vergangenen Wochenende gemeinsam geübt, wie diese Unterstützung im Ernstfall organisiert und koordiniert werden kann.
Start auf dem Schweinfurter Volksfestplatz
Die Übung begann am Samstagmorgen, 31. Oktober 2026, auf dem Schweinfurter Volksfestplatz. Dort begrüßten Oberbürgermeister Ralf Hofmann und Landrat Florian Töpper die teilnehmenden Einsatzkräfte und bedankten sich für deren Engagement.
„Solche Übungen sind essenziell, um die Zusammenarbeit der Organisationen an den verschiedenen Schnittstellen zu festigen“, betonten die beiden Kommunalpolitiker.
Nur durch regelmäßiges Training könne sichergestellt werden, dass bei größeren Schadenslagen schnell und wirksam Hilfe geleistet werde.
Weiterfahrt zum Atemschutzzentrum Oberthulba
Vom Schweinfurter Volksfestplatz aus machte sich das Hilfeleistungskontingent auf den Weg zum Atemschutzzentrum des Landkreises Bad Kissingen in Oberthulba.
Dort wurden die Einsatzkräfte verschiedenen Einsatzabschnitten zugeteilt.
Im Mittelpunkt standen die Abläufe bei der Mobilisierung zusätzlicher Kräfte, die Koordination der beteiligten Organisationen sowie grundlegende Informationen zu überörtlichen Kontingenteinsätzen.
Neben den organisatorischen Abläufen gehörten auch Theorieeinheiten zum Übungsprogramm. Nach einer gemeinsamen Verpflegung traten die Einsatzkräfte die Rückfahrt an.
Erfahrungen aus dem Hochwasser 2024
Dass solche Hilfeleistungskontingente tatsächlich benötigt werden, zeigte sich bereits während der schweren Hochwasserlage im Jahr 2024.
Damals waren Einsatzkräfte aus Stadt und Landkreis Schweinfurt zwei Tage lang im Landkreis Aichach-Friedberg im Einsatz. Dort unterstützten sie die örtlichen Kräfte insbesondere bei Pumparbeiten.
Solche Einsätze erfordern nicht nur ausreichend Personal und Technik, sondern auch eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Hilfsorganisationen und Behörden.
Erkenntnisse fließen in die Einsatzplanung ein
Nach Angaben von Stadt und Landkreis Schweinfurt verlief die Übung erfolgreich.
Die gewonnenen Erfahrungen sollen nun in die Weiterentwicklung der bestehenden Katastrophenschutzpläne einfließen.
Ziel bleibt es, im Fall einer größeren Schadenslage schnell einsatzbereit zu sein und auch über die eigenen Landkreisgrenzen hinaus wirksame Hilfe leisten zu können.
Vertreter von Stadt, Landkreis und Feuerwehr beim Auftakt der Übung. Von links: Ordnungsreferent Jan von Lackum, Stadtbrandrat Frank Limbach, Kreisbrandrat Alexander Bönig, Oberbürgermeister Ralf Hofmann und Landrat Florian Töpper.
Fotos: Samira Gräf / Stadt Schweinfurt
Quelle: Gemeinsame Presseinformation von Stadt und Landkreis Schweinfurt


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