Erneuter Stellenabbau bei Schaeffler: CSU-Abgeordnete sorgen sich um Standort Schweinfurt
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Erneuter Stellenabbau bei Schaeffler: CSU-Abgeordnete sorgen sich um Standort Schweinfurt
3.460 Arbeitsplätze sollen europaweit wegfallen – auch Schweinfurt betroffen
Schweinfurt. Die Ankündigung eines weiteren umfangreichen Stellenabbaus beim Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler sorgt für politische Reaktionen in der Region. Nach Angaben der Bundestagsabgeordneten Anja Weisgerber und der Landtagsabgeordneten Martina Gießübel (beide CSU) plant der Konzern, europaweit weitere 3.460 Arbeitsplätze abzubauen, davon rund 2.660 in Deutschland.
Auch der Standort Schweinfurt ist von den Maßnahmen betroffen. Nach Informationen, auf die sich die beiden Politikerinnen unter Berufung auf die Unternehmensleitung beziehen, sollen die Einschnitte hier allerdings geringer ausfallen als an anderen Standorten. Insbesondere der Sondermaschinenbau sei betroffen.
Neuer Stellenabbau kurz nach Abschluss früherer Maßnahmen
Die erneute Ankündigung kommt für die beiden Abgeordneten überraschend. Erst vor wenigen Wochen habe Schaeffler den weitgehenden Abschluss des bereits 2024 angekündigten Stellenabbaus gemeldet.
„Dass jetzt bereits ein weiteres umfangreiches Programm folgt, überrascht uns sehr. Jeder Arbeitsplatz, der in unserer Region verloren geht, schmerzt“, erklärt Weisgerber.
Wie viele Arbeitsplätze am Standort Schweinfurt konkret betroffen sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Politische Maßnahmen und wirtschaftlicher Druck
Als Gründe für den weiteren Anpassungsbedarf nennt die Mitteilung unter anderem die rückläufige Nachfrage nach Verbrenner- und Hybridtechnologien, bestehende Überkapazitäten sowie den internationalen Kostendruck.
Gießübel verweist auf die Unterstützung der industriellen Transformation durch den Freistaat Bayern. Aus Sicht der beiden Politikerinnen hätten verbesserte Rahmenbedingungen dazu beigetragen, die Auswirkungen auf Schweinfurt zu begrenzen.
Weisgerber fordert darüber hinaus weitere wirtschaftspolitische Reformen, vornehmlich eine Senkung der Lohnnebenkosten.
Forderung nach sozialverträglichen Lösungen
Beide Abgeordneten betonen, dass der Stellenabbau sozialverträglich umgesetzt werden müsse. Gleichzeitig sprechen sie sich für Investitionen in neue Technologien und Geschäftsfelder aus, um die Zukunft des Industriestandorts Schweinfurt zu sichern.
Nach Angaben der Politikerinnen bleibt Schweinfurt weiterhin ein zentraler Standort des Schaeffler-Konzerns.
Offen bleibt, wie viele Beschäftigte in Schweinfurt tatsächlich betroffen sein werden und welche konkreten Maßnahmen im Sondermaschinenbau vorgesehen sind.
Quelle: Pressemitteilung von Anja Weisgerber und Martina Gießübel vom 3. November 2026 | Redaktionelle Bearbeitung: SW-N-TV – Schweinfurter Nachrichten

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