Blackout-Übung in Bad Kissingen: Stadt und Feuerwehr proben für einen längeren Stromausfall

 


Foto: Julia Milberger

Bildunterschrift: Der Krisenstab um Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel und Stadtbrandinspektor Michael Wolf kam während der Blackout-Übung in der Feuerwache zusammen.

Blackout-Übung in Bad Kissingen: Stadt und Feuerwehr proben für einen längeren Stromausfall

Was passiert, wenn plötzlich über längere Zeit der Strom ausfällt und weder Telefon noch Handy funktionieren? Die Stadt Bad Kissingen hat gemeinsam mit der Feuerwehr den Ernstfall geprobt. Dabei wurden ein Ausweichrathaus und notstromversorgte Anlaufstellen in den Stadtteilen eingerichtet.

Bad Kissingen. Ein großflächiger Stromausfall könnte das öffentliche Leben erheblich beeinträchtigen. Um auf eine solche Situation vorbereitet zu sein, hat die Stadt Bad Kissingen gemeinsam mit der Feuerwehr eine sogenannte Blackout-Übung durchgeführt.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Stadtverwaltung ihre wichtigsten Aufgaben aufrechterhalten und die Bevölkerung auch bei einem länger andauernden Stromausfall unterstützen kann.

Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel betonte die Bedeutung der Vorsorge:

„Heute leben wir nach Jahrzehnten der Stabilität wieder in unruhigeren Zeiten. Das Risiko eines Stromausfalls hat zugenommen – das haben wir erst 2026 in Berlin gesehen. Wir als Stadt Bad Kissingen bereiten uns darauf vor. Sie bitte auch.“

Krisenstab und Ausweichrathaus eingerichtet

Während der Übung kam der Krisenstab um Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel und Stadtbrandinspektor Michael Wolf in der Feuerwache zusammen.

Im Stadtsaal in der Maxstraße 20a wurde das sogenannte „kleine Rathaus“ eingerichtet. Diese Ausweichstelle soll es der Stadtverwaltung ermöglichen, im Ernstfall zumindest ihre wichtigsten Aufgaben in eingeschränkter Form weiterzuführen.

Feuerwehrhäuser werden zu Anlaufstellen

Ein weiterer Schwerpunkt der Übung waren die sogenannten „Leuchttürme“.

Dabei handelt es sich um notstromversorgte Anlaufstellen in den Feuerwehrhäusern aller Stadtteile. Sie werden im Krisenfall von Feuerwehrangehörigen und Mitarbeitenden der Stadt besetzt.

Dort sollen Bürgerinnen und Bürger Informationen erhalten und in akuten Notlagen Unterstützung finden – auch wenn die üblichen Kommunikationswege nicht mehr funktionieren.

„Im Krisenfall brennt dort Licht. Menschen werden ansprechbar sein, um in der akuten Notlage zu helfen. In einem solchen Fall lassen wir niemanden allein“, erklärte Oberbürgermeister Vogel.

Bevölkerung soll selbst vorsorgen

Die Stadt macht zugleich deutlich, dass die öffentlichen Anlaufstellen nicht die persönliche Notfallvorsorge ersetzen können.

Bei einem längeren Stromausfall müssen Haushalte zunächst in der Lage sein, sich selbst zu versorgen.

Hilfreich sind insbesondere:

  • Ein batteriebetriebenes Radio, um wichtige Informationen zu empfangen

  • Taschenlampen und Ersatzbatterien

  • Ausreichend Trinkwasser

  • Haltbare Lebensmittel für mehrere Tage

Auch das Aufladen von Mobiltelefonen und Powerbanks sowie das Bereithalten wichtiger Medikamente können zur persönlichen Vorbereitung gehören.

Blackout-Flyer wird an Haushalte verteilt

Um die Bevölkerung umfassender zu informieren, hat die Stadt Bad Kissingen einen eigenen Blackout-Flyer vorbereitet.

Dieser soll am 19. Dezember 2026 gemeinsam mit der nächsten Ausgabe des Stadtblatts an alle Haushalte verteilt werden.

Bereits jetzt ist der Flyer im Rathaus erhältlich und online unter www.badkissingen.de/blackout abrufbar.

Mit der Übung möchte die Stadt sicherstellen, dass Verwaltung, Feuerwehr und weitere Beteiligte im Ernstfall möglichst schnell und koordiniert handeln können.

Zugleich soll das Bewusstsein der Bevölkerung dafür gestärkt werden, dass eine gute persönliche Vorbereitung bei einem länger andauernden Stromausfall entscheidend sein kann.


Quelle: Pressemitteilung Stadt Bad Kissingen
Redaktionelle Bearbeitung: Schweinfurter Nachrichten / SW-N-TV

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