35 Jahre Präventionsarbeit: Arbeitskreis im Landkreis Bad Kissingen feiert Jubiläum
Gemeinsam blicken die Mitglieder des Arbeitskreises Prävention auf 35 Jahre Engagement für Kinder und Jugendliche zurück. Geschäftsführerin Rabea Daniel ist in der ersten Reihe links zu sehen.
Foto: Landkreis Bad Kissingen / Lena Graf
35 Jahre Präventionsarbeit: Arbeitskreis im Landkreis Bad Kissingen feiert Jubiläum
Seit 1991 engagiert sich der Arbeitskreis Prävention für Kinder und Jugendliche – von der Drogenaufklärung bis zur modernen Suchthilfe
Landkreis Bad Kissingen. Was 1991 als Drogenarbeitskreis begann, hat sich in den vergangenen 35 Jahren zu einem wichtigen Netzwerk für die Präventionsarbeit im Landkreis Bad Kissingen entwickelt. Jetzt feierte der heutige Arbeitskreis Prävention sein 35-jähriges Bestehen.
Gegründet wurde die Initiative vom Kreisjugendring. Der Landkreis Bad Kissingen gehörte damit zu den ersten Landkreisen in Unterfranken, die einen solchen Arbeitskreis ins Leben riefen.
Heute beschäftigt sich das Netzwerk mit unterschiedlichen Fragen rund um die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Im Mittelpunkt stehen Präventionsangebote, Informationsveranstaltungen und die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Beratungsstellen, Behörden und sozialen Einrichtungen.
Rückblick auf 35 Jahre Aufklärungsarbeit
Bei einer kleinen Jubiläumsfeier begrüßte Geschäftsführerin Rabea Daniel ehemalige und aktive Mitglieder. Unter den Gästen war auch Eva Matthies, die bereits 1991 als Drogenkontaktlehrkraft zu den Gründungsmitgliedern gehörte.
Gemeinsam blickten die Teilnehmer auf zahlreiche Projekte und Aktionen zurück.
Bereits 1992 organisierte der Arbeitskreis eine Theateraufführung zum Thema „Illegale Drogen und andere Süchte“ für Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis.
Ein besonders erfolgreiches Projekt war der Wettbewerb „LUTSCH – Legal und trotzdem …“, der von 2004 bis 2020 an Schulen im gesamten Landkreis durchgeführt wurde.
Mehr als 2.300 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen beteiligten sich daran. Die Jugendlichen entwickelten eigene Beiträge zur Suchtprävention, die teilweise sogar als Werbespots in regionalen Kinos gezeigt wurden.
Neue Drogen, neue Herausforderungen
Mit der Verbreitung sogenannter „Legal Highs“ im Jahr 2015 veränderten sich auch die Herausforderungen für die Präventionsarbeit.
Dabei handelt es sich um künstlich hergestellte psychoaktive Substanzen, die teilweise über das Internet vertrieben werden.
Der Arbeitskreis reagierte mit Informationsveranstaltungen, die auf großes Interesse stießen. Zu einzelnen Elternabenden kamen bis zu 300 Besucher.
Daneben organisierte das Netzwerk Plakat- und Postkartenaktionen, Workshops, Präventionsparcours und Fachvorträge.
Ein weiterer Schritt war 2024 der Start der Jugendsuchtberatung „SafeLane“, die unter anderem auf Initiative des Arbeitskreises entstand.
Gemeinsam für Kinder und Jugendliche
Auch in Zukunft will der Arbeitskreis Prävention seine Arbeit fortsetzen.
Zu seinen Mitgliedern gehören unter anderem die Kommunale Jugendarbeit, der Kreisjugendring, das Gesundheitsamt, die Kissinger Drogenhilfe, die Caritas, die Polizeiinspektionen des Landkreises sowie Vertreter aus Schulen, Jugendsozialarbeit und weiteren sozialen Einrichtungen.
Das Netzwerk ist unabhängig und steht Fachkräften offen, die sich in der Präventionsarbeit engagieren möchten.
Weitere Informationen und Kontakt:
E-Mail: jugendschutz@kg.de
Telefon: 0971 801-7013
Internet: www.arbeitskreis-praevention.de
Quelle: Landkreis Bad Kissingen | Redaktionelle Bearbeitung: Schweinfurter Nachrichten – SW-N-TV
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