300 Beschäftigte bei Warnstreik in Königsberg – IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn
Bildnachweis : Jens Knüttel / IG Metall Schweinfurt.
300 Beschäftigte bei Warnstreik in Königsberg – IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn
Königsberg in Bayern, Landkreis Haßberge. Rund 300 Beschäftigte aus mehreren Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie haben sich am Montagmorgen, 2. November 2026, an einem Warnstreik in Königsberg beteiligt. Mit einem Demonstrationszug und einer anschließenden Kundgebung machte die IG Metall Schweinfurt auf ihre Forderungen in der laufenden Tarifrunde aufmerksam.
An dem Warnstreik beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Beschäftigte der Unternehmen Fränkische Rohrwerke, Fränkische Industrial Pipes, Bosch Rexroth Augsfeld und Elso Hofheim.
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| Bildnachweis : Jens Knüttel / IG Metall Schweinfurt. |
Fünf Prozent mehr Entgelt und 110 Euro mehr für Auszubildende
Die IG Metall Bayern fordert für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie eine Entgelterhöhung um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Die Ausbildungsvergütungen sollen um 110 Euro steigen. Ein Teil dieser Erhöhung könnte nach den Vorstellungen der Gewerkschaft für eine finanzielle Unterstützung bei der Mobilität eingesetzt werden, beispielsweise beim Erwerb eines Führerscheins.
Darüber hinaus fordert die IG Metall verbesserte tarifliche Regelungen zur Sicherung von Beschäftigung und Zukunftsperspektiven in wirtschaftlich angeschlagenen Unternehmen.
In besonders erfolgreichen Unternehmen strebt die Gewerkschaft eine tarifliche Gewinnbeteiligung an. Auch Beschäftigte in unteren Entgeltgruppen sollen bessergestellt werden.
Thomas Höhn: Einkommen müssen stabilisiert werden
Bei der Kundgebung sprachen unter anderem Thomas Höhn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, und Oliver Hömerlein, Mitglied des Ortsvorstands der IG Metall Schweinfurt und Betriebsratsvorsitzender der Fränkischen Rohrwerke.
Höhn verwies auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Belastung der Beschäftigten durch steigende Lebenshaltungskosten.
„Diese Tarifrunde findet unter insgesamt schwierigen Bedingungen statt. Aber auch die Menschen in diesem Land müssen die immer weiter steigenden Kosten irgendwie stemmen können“, erklärte Höhn.
Wenn die Löhne hinter der Preisentwicklung zurückblieben, verlören sie real an Wert. Deshalb gehe es der Gewerkschaft um die Stabilisierung der Einkommen.
Warnstreik soll Forderungen Nachdruck verleihen
Mit dem Warnstreik in Königsberg will die IG Metall ihren Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen Nachdruck verleihen.
Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich rund 300 Beschäftigte an der Demonstration und der Kundgebung.
Quelle: IG Metall Schweinfurt, Pressemitteilung vom 2. November 2026.


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