Leben retten lernen: Große Resonanz beim Tag der Reanimation in Würzburg
Tag der Reanimation1:
26 Angehörige von Würzburger Hilfsorganisationen beteiligten sich am praxisnahen „Tag der Reanimation“, an dem auf dem Marktplatz Wiederbelebungsmaßnahmen unter Anleitung geübt werden konnten. In der Mitte ein „freiwilliger Reanimationspatient“.Fotos: Mark Berninger
Leben retten lernen: Große Resonanz beim Tag der Reanimation in Würzburg
WÜRZBURG. Was tun, wenn ein Mensch plötzlich zusammenbricht und sein Herz nicht mehr schlägt? Wie funktioniert eine Herzdruckmassage und wann kommt ein Defibrillator zum Einsatz? Beim „Tag der Reanimation“ am 16. Oktober auf dem Oberen Markt in Würzburg konnten Besucherinnen und Besucher genau das ausprobieren – unter fachkundiger Anleitung zahlreicher Hilfsorganisationen.
26 Einsatzkräfte und zwölf Übungspuppen
Die gemeinsame Aktion der Würzburger Rettungs- und Hilfsorganisationen stieß auf großes Interesse. Insgesamt 26 Angehörige der beteiligten Organisationen waren mit zwölf Reanimationspuppen vor Ort.
Mit dabei waren die Berufsfeuerwehr Würzburg, die Freiwilligen Feuerwehren Versbach und Lengfeld, das Bayerische Rote Kreuz, die Wasserwacht, die Malteser, die DLRG, die Johanniter-Unfall-Hilfe und das RKT.
Unterstützt wurde die Aktion von Disponenten der Integrierten Leitstelle und einer Notärztin des Klinikums Würzburg Mitte.
Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen konnten die Herzdruckmassage üben und sich zeigen lassen, wie ein automatisierter externer Defibrillator (AED) eingesetzt wird.
50 Menschen übten die Wiederbelebung am Telefon
Ein besonderer Bestandteil der Veranstaltung war die sogenannte Telefonreanimation.
Rund 50 Teilnehmende setzten im Rahmen der Übung einen Notruf über die 112 ab. Mitarbeitende der Integrierten Leitstelle begleiteten sie anschließend Schritt für Schritt durch die Wiederbelebungsmaßnahmen.
So konnten die Teilnehmenden erleben, wie sie im Ernstfall von der Leitstelle unterstützt werden und welche Maßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wichtig sind.
Gerade für Menschen, die sich eine Wiederbelebung bisher nicht zugetraut hatten, bot die Aktion die Gelegenheit, Unsicherheiten abzubauen und selbst praktische Erfahrungen zu sammeln.
Ersthelfer-App soll schnelle Hilfe ermöglichen
Neben den praktischen Übungen informierten die Organisationen über die Ersthelfer-App „Team Bayern-Lebensretter“.
Mit zusätzlichen Registrierungen soll das Netzwerk qualifizierter Ersthelferinnen und Ersthelfer weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, bei einem Notfall möglichst schnell Hilfe vor Ort zu bringen und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.
„Jeder kann helfen“
Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz. Die zahlreichen Fragen, die rege Beteiligung und insbesondere die rund 50 Telefonreanimationen zeigten, wie groß das Interesse an lebensrettenden Maßnahmen ist.
Im Mittelpunkt stand dabei eine wichtige Botschaft: Niemand sollte aus Angst, etwas falsch zu machen, untätig bleiben.
Das gemeinsame Fazit der beteiligten Organisationen lautet:
„Jeder kann helfen. Im Notfall gilt es, die 112 zu wählen und mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Denn schnelles Handeln kann Leben retten.“
Textvorlage: Presseinformation zum Tag der Reanimation in Würzburg
Redaktionelle Bearbeitung: Schweinfurter Nachrichten / SW-N-TV
Fotos: Mark Berninger
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