Landkreis Schweinfurt: Über 50 Teilnehmer diskutieren über die Zukunft der Jugendarbeit
Im Bild: Erste Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Jugendbeauftragte und Gemeindejugendpflegerinnen im Landkreis Schweinfurt trafen sich im Landratsamt zum kommunalpolitischen Forum der Kinder- und Jugendarbeit. Gastgeber waren Landrat Florian Töpper und Kreisjugendpflegerin Bettina Steinschauer.
Foto: Melina Bosbach-Nemeth/LRASW
Landkreis Schweinfurt – Wie können Kinder und Jugendliche in ihren Gemeinden mehr mitbestimmen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines kommunalpolitischen Forums im Landratsamt Schweinfurt. Das Interesse war groß: Mehr als 50 Teilnehmer aus dem Landkreis beschäftigten sich mit den Aufgaben und Möglichkeiten der kommunalen Jugendpolitik.
Jugendpolitik beginnt vor der eigenen Haustür
Nach den diesjährigen Kommunalwahlen haben sich zahlreiche Gemeinderäte neu aufgestellt. Damit wurden vielerorts auch neue Jugendbeauftragte bestellt. Doch was genau gehört zu deren Aufgaben? Und wie können Gemeinden dafür sorgen, dass junge Menschen nicht nur gehört werden, sondern ihre Heimat aktiv mitgestalten können?
Antworten darauf gab das kommunalpolitische Forum der Kinder- und Jugendarbeit im Landratsamt Schweinfurt. Die Resonanz aus den insgesamt 29 Landkreisgemeinden war erfreulich groß: Über 50 Personen nahmen an der Veranstaltung der Kommunalen Jugendarbeit teil.
Landrat Florian Töpper unterstrich die Bedeutung einer aktiven Jugendpolitik. Der Landkreis verstehe sich als jugendgerechter und familienfreundlicher Landkreis. Dazu gehöre auch, die Mitbestimmung und Beteiligung junger Menschen weiter auszubauen.
Jugendbeauftragte als Ansprechpartner für junge Menschen
Kreisjugendpflegerin Bettina Steinschauer führte durch die Veranstaltung und erläuterte die rechtlichen und praktischen Grundlagen der kommunalen Jugendarbeit.
Jugendbeauftragte werden in der Regel aus dem Gemeinderat bestimmt und übernehmen ihre Aufgabe ehrenamtlich. Sie vertreten die Interessen von Kindern und Jugendlichen, unterstützen örtliche Jugendangebote und sollen deren Anliegen in die Kommunalpolitik einbringen.
Dabei geht es nicht nur um Freizeitangebote, sondern auch um Treffpunkte, Beteiligungsmöglichkeiten und gute Lebensbedingungen für junge Menschen.
Wo gibt es Angebote – und wo fehlen sie?
Der Landkreis Schweinfurt unterstützt seine Gemeinden unter anderem mit dem TRIALOG-Konzept, das die Beteiligung junger Menschen vor Ort fördern soll. Hinzu kommen Beratung, Fördermöglichkeiten und Unterstützung bei der Planung der Jugendarbeit.
Dass es nicht bei der Theorie blieb, zeigte die anschließende Gruppenarbeit. In drei Kleingruppen erstellten die Teilnehmer eine sogenannte „Landkarte Jugendarbeit“.
Dabei untersuchten sie die vorhandenen Strukturen in den Bereichen „Orte & Räume“, „Hauptamtlich & Ehrenamtlich“ sowie „Chancen & Lücken“.
So wurden bestehende Angebote, aber auch mögliche Verbesserungen sichtbar. Die Ergebnisse sollen den Jugendbeauftragten Anregungen für ihre künftige Arbeit geben.
Die Zukunft der Gemeinden braucht junge Menschen
Die Veranstaltung machte deutlich, dass eine erfolgreiche Jugendarbeit nicht allein von einzelnen Veranstaltungen abhängt. Entscheidend sind geeignete Treffpunkte, engagierte Ehrenamtliche, fachliche Unterstützung und vor allem echte Möglichkeiten zur Mitbestimmung.
Denn wer möchte, dass junge Menschen ihrer Heimat verbunden bleiben, muss ihnen auch Gelegenheit geben, diese Heimat mitzugestalten.
Quelle: Presseinformation des Landratsamts Schweinfurt, redaktionell bearbeitet von SW-N – Schweinfurter Nachrichten.

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