IG Metall Schweinfurt ehrt 531 Jubilare – 23.899 Jahre Treue
Fotocredit: Angela Stock/IG Metall Schweinfurt
23.899 Jahre Gewerkschaftstreue: IG Metall Schweinfurt ehrt 531 Jubilare
Von 40 bis zu unglaublichen 80 Jahren Mitgliedschaft: Die IG Metall Schweinfurt hat am 19. Oktober 2026 im Konferenzzentrum Schweinfurt ihre langjährigen Mitglieder geehrt. Insgesamt kamen die 531 Jubilare auf stolze 23.899 Jahre Gewerkschaftstreue. Eine Feier, bei der Erinnerungen an das Arbeitsleben, Zusammenhalt und die Zukunft der Gewerkschaften im Mittelpunkt standen.
Ein Leben lang der Gewerkschaft verbunden
Es ist eine gute Tradition bei der IG Metall Schweinfurt, jedes Jahr diejenigen zu ehren, die ihrer Gewerkschaft über Jahrzehnte die Treue gehalten haben.
Thomas Höhn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, begrüßte die Jubilare und dankte ihnen für ihre langjährige Unterstützung und ihr Engagement, auch in schwierigen Zeiten.
Die Zahlen der diesjährigen Ehrung sind beeindruckend:
1 Mitglied für 80 Jahre Mitgliedschaft
3 Mitglieder für 75 Jahre
15 Mitglieder für 70 Jahre
33 Mitglieder für 60 Jahre
161 Mitglieder für 50 Jahre
318 Mitglieder für 40 Jahre
Insgesamt ergibt das 531 Jubilare und 23.899 Jubeljahre.
Höhn erinnerte daran, dass sich die Mitglieder mit ihrem jahrzehntelangen Bekenntnis zur IG Metall für gerechte Löhne und gute Arbeitsbedingungen eingesetzt haben. Deshalb habe die Jubilar-Ehrung einen besonderen Stellenwert im Jahresprogramm der Gewerkschaft.
Erinnerungen an das Arbeitsleben
Jens Knüttel, neu gewählter Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, ehrte stellvertretend für alle Anwesenden einzelne Jubilare.
In gemeinsamen Gesprächen berichteten die Geehrten von ihren Anfängen im Berufsleben, ihren Beweggründen für den Gewerkschaftseintritt und davon, was ihnen die IG Metall bis heute bedeutet.
Dabei wurde deutlich, wie eng viele Mitglieder über Jahrzehnte mit ihrer Gewerkschaft verbunden geblieben sind.
Frank Firsching: „Das ist unser Fortschritt – und den lassen wir uns nicht nehmen.“
Die Festrede hielt Frank Firsching, ehemaliger DGB-Regionsgeschäftsführer Unterfranken, der inzwischen beim DGB Bayern tätig ist.
Er erinnerte daran, dass viele soziale Errungenschaften keineswegs selbstverständlich entstanden sind. Ob Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Fünf-Tage-Woche, arbeitsfreier Samstag oder kürzere Arbeitszeiten: Hinter diesen Verbesserungen standen über Jahrzehnte engagierte Beschäftigte und starke Gewerkschaften.
Mit Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen erklärte Firsching:
„Das ist unser Fortschritt – und den lassen wir uns nicht nehmen.“
Auch für den Erhalt und Ausbau des Sozialstaats machte er sich stark:
„Wir sind für eine soziale Sicherung für alle.“
Besonders eindringlich wurde seine Rede, als er auf die Verantwortung der Gewerkschaften für die Demokratie einging:
„Es ist die historische Verantwortung der Gewerkschaften, dass die Demokratie erhalten bleibt. Dafür werden wir eintreten – heute, morgen und übermorgen.“
Damit stellte Firsching nicht nur die Bedeutung guter Arbeitsbedingungen heraus, sondern auch den Zusammenhang zwischen gewerkschaftlichem Engagement, gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischen Werten.
Musik und Begegnungen zum Abschluss
Für die musikalische Begleitung sorgten die „Gaudiprofis“.
Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erinnerungen auszutauschen und den Nachmittag gemeinsam ausklingen zu lassen.
Die Jubilar-Ehrung zeigte einmal mehr, wie viele Menschen in der Region Schweinfurt ihrer Gewerkschaft über Jahrzehnte verbunden geblieben sind.
Quelle: IG Metall Schweinfurt, Pressemitteilung vom 19. Oktober 2026
Fotos: Angela Stock / IG Metall Schweinfurt
Redaktionell bearbeitet: Schweinfurter Nachrichten – SW-N-TV



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