150 Jahre Alpenverein Würzburg: Von der Vernagthütte bis zum Kletterzentrum – eine Erfolgsgeschichte

 


Eröffnung der Ausstellung „ZeitSpuren – Eine Bilderreise durch den DAV Würzburg“. Von links: Herbert Erk, Kurt Markert, Prof. Dr. Norbert Menke, Bürgermeister Joachim Spatz, Waltraud Markert, dahinter Tilman Zöller sowie Marlyn Weimer.

Foto: Petra Steinbach


WÜRZBURG. Berge, Gemeinschaft und jede Menge ehrenamtliches Engagement: Der Deutsche Alpenverein (DAV) Würzburg feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Mit der Ausstellung „ZeitSpuren – Eine Bilderreise durch den DAV Würzburg“ blickt die Sektion auf ihre bewegte Geschichte zurück. Bürgermeister Joachim Spatz eröffnete die Ausstellung im Oberen Foyer des Würzburger Rathauses. Noch bis zum 30. Oktober 2026 können Besucher dort auf historische Entdeckungsreise gehen – bei freiem Eintritt.

Seit 1876 mit den Bergen verbunden

Im Oktober 1876 wurde die Sektion Würzburg gegründet. Damit gehört sie zu den traditionsreichen Sektionen des Deutschen Alpenvereins.

Seitdem hat sich einiges verändert. Aus dem ursprünglichen Ziel, den Menschen den Zugang zu den Alpen zu erleichtern, ist ein breites sportliches und gesellschaftliches Angebot entstanden.

Heute gehören Wandern, Klettern, Mountainbiken, Fitness, gemeinsame Touren und Ausbildungsangebote zum Vereinsleben.

Als größter Sportverein der Stadt ist die DAV-Sektion Würzburg nach Angaben der Stadt ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.

Würzburgs höchstgelegenes Haus steht auf 2.755 Metern

Eine besondere Rolle spielt die Vernagthütte in den Ötztaler Alpen in Tirol. Sie liegt auf 2.755 Metern Höhe und wird deshalb gerne als das höchstgelegene Haus Würzburgs bezeichnet.

Die umfassende Sanierung der Hütte war eine gewaltige Aufgabe: Rund 3,8 Millionen Euro wurden investiert. Dazu kamen mehr als 15.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden.

Ein Beispiel dafür, was Vereinsmitglieder gemeinsam auf die Beine stellen können.

Ein Stück Bergwelt mitten in der Stadt

Wer zum Klettern nicht gleich in die Alpen fahren möchte, findet im Kletterzentrum in der Würzburger Zellerau entsprechende Möglichkeiten.

Die Stadt unterstützt die Einrichtung unter anderem durch die Bereitstellung des Grundstücks im Rahmen einer Erbpacht.

Doch das Kletterzentrum ist weit mehr als eine Sportstätte. Es soll auch ein Ort für Begegnung, Gemeinschaft und Inklusion sein.

Besonders Kinder, Jugendliche und ältere Menschen möchte der Alpenverein künftig noch stärker für Bewegung und Naturerlebnisse begeistern.

Erinnerung an Menschen, die den Verein geprägt haben

Bei der Ausstellungseröffnung erinnerte der erste Vorsitzende der DAV-Sektion Würzburg, Professor Dr. Norbert Menke, auch an den kürzlich verstorbenen Ehrenvorsitzenden Karlheinz Lang.

Lang hatte die Sektion über mehr als sechs Jahrzehnte mitgestaltet und geprägt.

Ein besonderer Dank galt außerdem Herbert Erk, der sich über viele Jahre als Bergkamerad, Ausbilder und Vorstandsmitglied engagierte. Er hat die aktuelle Ausstellung maßgeblich gestaltet und umgesetzt.

Die Ausstellung zeigt damit nicht nur die Geschichte des Vereins, sondern würdigt auch die Menschen, die hinter dieser Entwicklung stehen.

Ausstellung „ZeitSpuren“ – Öffnungszeiten und Eintritt

Wer sich für die Geschichte des Alpenvereins interessiert, kann die Ausstellung noch bis zum 30. Oktober 2026 besuchen.

Ort: Oberes Rathaus-Foyer, Würzburg

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Donnerstag: 8 bis 18 Uhr

  • Freitag: 8 bis 13 Uhr

Eintritt: frei

Das Obere Foyer ist barrierefrei erreichbar.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Würzburg vom 14. Oktober 2026 | Redaktionelle Bearbeitung: SW-N – Schweinfurter Nachrichten

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