Schlusspunkt für erfolgreichen Grundschulneubau in Schonungen

Eine Barriere zur Straße und gleichzeitig Wartezone für die Schüler wurde am Schulzentrum neu installiert: Beim Probesitzen von links Bauhofmitarbeiter Markus Reugels, Bauhofleiter Philipp Nees, Bautechniker Lutz Brückner und Bürgermeister Stefan Rottmann. Fotos Jule Köblitz



Wartehäuschen und Sonnensegel für Außenbereich

Es ist der inoffizielle Schlusspunkt eines ambitionierten Bauprojekts: Der Grundschulneubau wurde schon vor Monaten offiziell in Betrieb genommen und eingeweiht. Jetzt wurden noch die letzten Details und Ausstattungen installiert bzw. aufgebaut.

Der großzügige Bushaltestellenbereich wurde mit zwei geräumigen Wartehäuschen ausgestaltet, die darüber hinaus auch von der Regierung bezuschusst wurden. Daneben wurden im Kurvenbereich Wartebänke angebracht, die gleichzeitig auch als Barriere und Abgrenzung zur Straße für die Schüler dienen. Und zu guter Letzt wurden im Pausenhof Sonnensegel angebracht, damit sich die Schülerinnen und Schüler in den Schattenbereichen aufhalten und erholen können. Damit soll die Zeit überbrückt werden, bis die dort gepflanzten Bäume ausreichend für Beschattung sorgen. Auch der Elternbeirat engagierte sich für das Projekt.

Insgesamt wurde der Grundschulneubau tatsächlich im Budget- und Zeitplan errichtet. Etwa 15 Mio. Euro hat das Schulhaus der Zukunft gekostet. Das Projekt konnte aus der Rücklage und ohne neue Schulden realisiert werden, was tatsächlich eine enorme Leistung für die Großgemeinde ist, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann. Immer weniger Kommunen könnten sich überhaupt noch Schulhausneubauten oder Sanierungen leisten, so Rottmann. Die Schule setzt neue Maßstäbe: Sie ist digital und klimafreundlich. Die PV-Anlage auf dem Dach produziert Strom, das Regenwasser wird für die Bewässerung in Zisternen aufgefangen, Wärme wird im Winter unter anderem durch Hackschnitzel aus Gemeindewäldern erzeugt und im Sommer kühlt die zentrale Lüftungsanlage die Klassenzimmer. Jetzt ist auch die neue Grundschule in direkter Nachbarschaft zur Schwimm- und Turnhalle, Realschule, Kindergarten mit Kinderkrippe, Energiezentrale, Freisportgelände, Waldkindergarten und Ringersporthalle – alle sind in direkter Nähe. Zusätzlich wurde von den Naturfreunden dort auch dank großzügiger LEADER-Förderung ein Mehrgenerationen- und Fitnessplatz errichtet, der sich mittlerweile auch bei den Schülern großer Beliebtheit erfreut.

Digital und klimafreundlich, funktional und modern präsentiert sich die neue Grundschule. Symbolisch zogen die über 300 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern von der Alten Grundschule durch den Ort mit Sprechchören und Bannern hinauf in die neue Grundschule. Neben Bürgermeister Stefan Rottmann und Schulleiterin Jana Niedermeyer waren damals auch Landrat Florian Töpper und Schulrat Frank Hagen sowie viele Eltern, Gemeinderäte, Nachbarn und Bürger gekommen, um diesem besonderen Ereignis beizuwohnen.

Der neue Standort am Schulzentrum bietet dabei viele Synergien und Vorteile: Die Grundschule ist an die neue Energiezentrale angeschlossen, die Wärme durch Hackschnitzel aus eigenen heimischen Waldbeständen liefert. Schwimm- und Turnhalle sind quasi mit dem neuen Schulhaus verbunden.

In den letzten Jahren investierte Schonungen Millionenbeträge in das Umfeld des Schulzentrums: Der alte Betonweg wurde abgetragen und eine neue Straßenumfahrung mit weiteren Parkplätzen, Haltestellenmöglichkeit und Gehwegen geschaffen. Eine neue Kinderkrippe für etwa 2,5 Millionen Euro wurde erst vor wenigen Jahren eingeweiht, ebenso die neue Energiezentrale mit Nahwärmeverbund, wie Bürgermeister Stefan Rottmann erinnert. Neu ist auch die ganze Infrastruktur im Untergrund: Kanäle, Glasfaser, Wasser, Strom und auch die Straßenbeleuchtung. Neu sind auch der Waldkindergarten, der Mehrgenerationenplatz und Ringsporthalle in direkter Nachbarschaft. Und auch das Freisportgelände ist jetzt fußläufig für die Grundschulkinder zu erreichen.

Insgesamt etwa 350 Schülerinnen und Schülern wird der neue Gebäudekomplex Platz bieten. Das Raumangebot der Schule erstreckt sich über 12 Klassenzimmer, mehrere Gruppenräume, Multifunktionsräume, eine großzügige Pausenhalle mit angegliederter Mensa und Ausgabeküche. Dazu kommen der Verwaltungstrakt, Räume für den Ganztagsbereich sowie Mehrzweckräume, Werk- und Musiksaal. Durch den direkten Anbau an die bestehende Schwimm- und Turnhalle ergab sich vor allem im Kellerbereich die Möglichkeit der Erweiterung um Geräteräume und Abstellflächen, gerade für den Schwimm- und Turnunterricht. Richtung Osten, eingebettet in Streuobstwiesen, erstreckt sich ein großzügiger Pausenhof, in dem es auch vorgesehene Bereiche für Theateraufführungen oder Unterrichtsstunden gibt. Das Gebäude wurde mit neuester Gebäudetechnik ausgestattet. Dazu zählt auch eine zeitgemäße, digitale Schulausstattung.

Insgesamt orientiert sich der Neubau in seiner Architektur an die benachbarten Bestandsgebäude, aber auch an der bestehenden Topografie. Auffällig viel Glas sorgt für lichtdurchflutete Räume, aber auch für eine freundliche und moderne Gebäudearchitektur.

Das Gebäude wurde nach modernsten energetischen Standards ausgeführt und erfüllt sogar Passivhausstandard. Tatsächlich erreicht das neue Schulhaus einen Effizienzhaus-Standard von unter 40, was mit einem KFW-Zuschuss von weit über einer Million Euro belohnt wurde.

Das Dach wurde extensiv begrünt und mit einer 80 KW- Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Es entstand aber nicht nur ein energetisches Vorzeigeprojekt: Das Gebäude verfügt über ein ausgeklügeltes Lüftungssystem, das im Sommer die Raumtemperaturen sogar deutlich kühlen wird. Auch eine nachhaltige Regenwassernutzung mit Zisternen im Pausenhof für die Bewässerung von Außenanlagen in den Sommermonaten wurde realisiert.

Neben der KFW-Förderung in Höhe von 1,25 Millionen Euro erhält Schonungen einen staatlichen Zuschuss von etwa 7 Mio. Euro.

Dankbar zeigte sich Bürgermeister Stefan Rottmann für die geleistete Arbeit bei allen Planern, Bauunternehmen und Handwerkern, insbesondere dem Architekturbüro Holger Philipp für die verlässliche und ausgezeichnete Arbeit und dem gemeindlichen Bautechniker Lutz Brückner.

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