Preis für Junge Kultur 2026 verliehen: Würzburg würdigt kreative Talente

 

Freuen sich mit den Ausgezeichneten: Oberbürgermeister Martin Heilig (re.), Ralf Duggen (Vorsitzender des Dachverbands Freier Würzburger Kulturträger, li.), Ingolf Stöcker (Leiter der Fachabteilung Kulturverwaltung, 4. v. li.), Stadtrat Konstantin Mack (2. v. li.).

Foto: Julia Großmann


Mit der Verleihung des Preises für Junge Kultur 2026 hat die Stadt Würzburg erneut junge Kulturschaffende ausgezeichnet, die die lokale Kulturszene mit kreativen Ideen, neuen Ausdrucksformen und großem Engagement prägen. Geehrt wurden in diesem Jahr das Musikprojekt aennies, die Rap Crew Projekt RG6 sowie das Kulturelle Bildungsprojekt School of Rock. Vergeben wird der Preis von der Stadt Würzburg, dem Umsonst & Draußen e.V. und der Distelhäuser Brauerei.

 

In seiner Ansprache im Bechtolsheimer Hof betonte Oberbürgermeister Martin Heilig die Bedeutung kulturellen Engagements für das gesellschaftliche Leben in Würzburg. „Würzburg lebt von seiner Kultur – und Kultur lebt von Menschen wie euch“, sagte Martin Heilig. Der Preis verstehe sich als Zeichen der Anerkennung für junge Talente, die mit ihrem Schaffen die Stadt „lebendiger, bunter und durchaus auch lauter machen“.

 

Der Preis für Junge Kultur wurde 2005 ins Leben gerufen und soll insbesondere Nachwuchskünstlerinnen und -künstler fördern und sichtbar machen. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stünden beispielhaft für eine junge, vielfältige und zukunftsorientierte Kulturszene, die sowohl auf Bühnen als auch im öffentlichen und digitalen Raum neue Impulse setze.

 

Anne Lendle alias aennies ist vielseitig: als Solokünstlerin mit kraftvollen, geloopten Gitarrenklängen, als Trio oder in voller Bandbesetzung. Ihre sensiblen, deutschsprachigen Texte schaffen Raum für das Unausgesprochene und machen jedes Konzert zu einem berührenden Erlebnis, das zum Entspannen, Nachdenken und Träumen anregt.

Projekt RG6 sind die drei MCs slinK (Nils), Me Fisto (Fabian) und SxP (Luis). Aus diversen musikalischen Kontexten kommend bringt hier jeder seinen eigenen Stil und seine Vorlieben ein – was sich in facettenreichem und vielschichtigem Deutschrap widerspiegelt. So einsteht eine erfrischende Mischung aus Spaß, Energie und ausdrucksstarken Texten.

Fabian Schwarz, ein „Urgestein“ der Würzburger Gitarren- und Metalszene, initiierte 2012 das Projekt „School of Rock“. Hier vermittelt er Nachwuchstalenten nicht nur musikalisches und organisatorisches Wissen, sondern auch die Begeisterung und den Mut, selbst in der Musik aktiv zu werden. Diese Nachwuchsförderung ist einzigartig in Würzburg und weit darüber hinaus.

 

Besonders hervorgehoben wurde die verbindende Kraft von Kultur. „Kultur ist kein starres Erbe, sondern ein lebendiger Prozess, der uns verbindet und voranbringt“, erklärte Oberbürgermeister Martin Heilig. Die ausgezeichneten Projekte und Künstlerinnen und Künstler würden maßgeblich dazu beitragen, Würzburgs kulturelle Zukunft aktiv mitzugestalten.

 

Dank sprach der Oberbürgermeister außerdem allen Beteiligten aus, die die Auszeichnung ideell, organisatorisch und finanziell unterstützen. Gewürdigt wurden insbesondere die Jury, die Distelhäuser Brauerei für ihr langjähriges finanzielles Engagement sowie die Unterstützung der Veranstaltung, der Umsonst & Draußen Verein für die Organisation des Abends und der Fachbereich Kultur der Stadt Würzburg. Ebenfalls gedankt wurde dem Jugendzentrum Bechtolsheimer Hof, das Gastgeber der diesjährigen Preisverleihung war.

Die Veranstaltung klang mit dem Wunsch nach einem inspirierenden Abend, spannenden Begegnungen und „viel Würzburger Vibe“ aus.

 

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