Kämpferischer 1. Mai in Schweinfurt – klare Botschaften und ein neuer Oberbürgermeister Ralf Hofmann
| Landrat Florian Töpper - Oberbürgermeister Ralf Hofmann |
SCHWEINFURT. Der 1. Mai 2026 hat in Schweinfurt ein deutliches Zeichen gesetzt: kämpferisch, laut und politisch klar positioniert. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ folgten zahlreiche Menschen dem Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), um für soziale Gerechtigkeit und den Erhalt von Arbeitnehmerrechten auf die Straße zu gehen.
Erstmals seit 16 Jahren gab es in Schweinfurt wieder einen Demonstrationszug zum Tag der Arbeit. Bereits am Vormittag formierte sich dieser auf dem Parkplatz der Kunsthalle und zog über zentrale Straßen der Stadt bis hin zum Georg-Wichtermann-Platz. Die Stimmung war entschlossen, aber friedlich – getragen von dem gemeinsamen Anliegen, in wirtschaftlich unsicheren Zeiten klare soziale Forderungen zu formulieren.
Im Zentrum der Kritik standen aktuelle politische Entwicklungen auf Bundesebene. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten deutlich ihre Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz und dessen Kurs. Die Sorge um Arbeitsplätze, soziale Sicherheit und den Erhalt bewährter Errungenschaften wie des Acht-Stunden-Tages oder der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall war überall spürbar.
Ich, Sandra Grätsch war für die Schweinfurter Nachrichten (SW‑N‑TV) vor Ort und konnte die erste Rede des neuen Oberbürgermeisters Ralf Hofmann miterleben – ein besonderer Moment, denn es war zugleich sein erster offizieller Arbeitstag im Amt. Seine Worte waren von Zuversicht geprägt und sollten Mut machen, gerade in einer Zeit, die von Unsicherheiten geprägt ist. Die Rede ist auch Teil meines aktuellen Filmbeitrags. Ob diese Aufbruchsstimmung trägt, wird sich zeigen – aber der Ansatz war klar: Zusammenhalt und Dialog.
Eröffnet wurde die Kundgebung von DGB-Kreisvorsitzendem Martin Schmidl, bevor mit Frank Firsching, dem Regionsgeschäftsführer des DGB Unterfranken, ein zentraler Redner die wirtschaftliche Lage der Region in den Fokus rückte. Besonders die Bedrohung zahlreicher Industriearbeitsplätze sowie die wachsenden sozialen Spannungen wurden thematisiert. Auch die DGB-Jugend brachte sich mit eigenen Beiträgen ein.
Die Forderungen des DGB waren unmissverständlich: sichere Arbeitsplätze, stabile Renten, ein gerechtes Gesundheitssystem und der Schutz bestehender Arbeitnehmerrechte. Wirtschaft dürfe nicht allein der Gewinnmaximierung dienen, sondern müsse die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen.
Im Anschluss an die Kundgebung ging die Veranstaltung in ein Familienfest über. Mit Livemusik, Infoständen, Kinderprogramm und vielfältiger Verpflegung wurde der politische Protest in einen offenen Austausch überführt.
Der 1. Mai in Schweinfurt hat gezeigt: Die Themen Arbeit, soziale Sicherheit und Gerechtigkeit bewegen die Menschen – und sie sind bereit, dafür auf die Straße zu gehen.
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