Sicher statt Schlagzeile: Schweinfurt bleibt auf Kurs #Polizei #Schweinfurt

Links im Bild: Polizeioberrat Joachim Scheid, daneben Polizeidirektor Markus Hack 


Als die Polizeiinspektion Schweinfurt ihre Sicherheitsbilanz für das Jahr 2025 vorstellte, war schnell klar: Die großen Schlagzeilen aus dem Wahlkampf passen nicht mehr zur aktuellen Lage. Die Schweinfurter Nachrichten (SW-N-TV) waren vor Ort – und ich habe mir selbst ein Bild gemacht.

Sicherheit in der Innenstadt: Brennpunkte im Wandel

Ein besonders heiß diskutierter Ort der vergangenen Monate war die Hadergasse. Noch im Wahlkampf als Kriminalitätsschwerpunkt genannt, zeigt sich heute ein ganz anderes Bild: Die Lage hat sich dort deutlich beruhigt, die Szene ist nahezu verschwunden. Stattdessen hat sich ein Teil der Problematik rund um Drogenhandel und entsprechendes Klientel in Richtung Roßmarkt verlagert. Für die Anwohner der Hadergasse hat diese Entwicklung spürbare Auswirkungen: mehr Ruhe, weniger Konflikte im Alltag und insgesamt wieder ein deutlich gesteigertes Sicherheitsgefühl.

Die Polizei verfolgt dabei eine klare Linie: Präsenz zeigen, schnell reagieren und eng mit Stadt und Justiz zusammenarbeiten. Besonders an bekannten Punkten wie Roßmarkt, Hadergasse und Chateaudunpark wird weiterhin genau hingeschaut.



Die Zahlen: Deutlicher Rückgang

Ein Blick auf die Statistik zeigt: Im Jahr 2025 wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Schweinfurt insgesamt 8.718 Straftaten registriert. Das entspricht einem deutlichen Rückgang um 15 Prozent.

Trotzdem bleibt ein wichtiger Wert stabil: Die Aufklärungsquote liegt bei starken 72,9 % und damit weiterhin über dem unterfränkischen Durchschnitt. Bedeutet: Die meisten Fälle werden auch tatsächlich aufgeklärt.

Migration und Kriminalität: Zahlen richtig einordnen

Ein weiterer Punkt der Bilanz ist der Anteil von Zuwanderern an den Straftaten. Hier zeigt sich weiterhin ein relevanter Anteil innerhalb der Gesamtstatistik.

Wichtig ist dabei: In dieser Statistik werden unterschiedliche Gruppen zusammengefasst – von Asylbewerbern über Geduldete bis hin zu Schutzberechtigten.

Auch hier lohnt sich der genauere Blick: Die häufigsten Delikte sind Ladendiebstahl, einfache Körperverletzung und Urkundenfälschung. Schwere Straftaten machen nur einen kleinen Teil aus.

Polizeiarbeit: Mehr Präsenz, mehr Nähe

Insgesamt zeigt sich: Die Schweinfurter Polizei arbeitet konsequent und mit klarer Strategie. 2025 war ein Jahr mit vielen Einsätzen – auch durch zahlreiche Veranstaltungen – und gleichzeitig geprägt von einem starken Fokus auf die Innenstadt.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um Sicherheit auf dem Papier. Die Menschen sollen sich auch sicher fühlen. Deshalb setzt die Polizei verstärkt auf Sichtbarkeit, Fußstreifen und direkte Ansprechbarkeit – aber auch auf verdeckte Einsätze, wenn es nötig ist.

Ein neuer Baustein ist die Präventionskampagne „blue.point“. Mit einem mobilen Infostand mitten in der Innenstadt sucht die Polizei aktiv das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern. Erste Aktionen im Frühjahr 2026 zeigen: Das Konzept funktioniert.

Problemfeld Verkehr: Alkohol und Drogen bleiben Thema

Weniger erfreulich ist die Entwicklung im Straßenverkehr. Alkohol- und Drogenfahrten bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau. Im Schnitt werden täglich ein bis zwei Fahrer gestoppt, die berauscht unterwegs sind.

Hier bleibt die Linie klar: mehr Kontrollen, konsequentes Eingreifen.

Fazit

Schweinfurt ist sicher – und die Polizei arbeitet sichtbar daran, dass das so bleibt. Probleme werden nicht verschwiegen, sondern gezielt angegangen. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das vor allem eines: Sie können sich auf ihre Polizei verlassen – und sich in ihrer Stadt weiterhin sicher fühlen.

Hier kann man die Bilanz sehen


https://www.polizei.bayern.de/mam/presse/pp-unterfranken/sicherheitsbericht_sw-2024-web.pdf

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