Klares Signal an Unternehmensführung: Belegschaft übergibt rund 2.500 Unterschriften für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Senertec

 

Foto: von  Betriebsrat Senertec“ 

 

Von links nach rechts sind auf dem Bild zu sehen: Christos Piknias, Nicolas Friedel, Stefan Ponczeck (Leiter Human Resources Deutschland), Christian Zimmer, Erik Feijen (Geschäftsführung Deutschland).


Rund 2.500 Menschen aus Schweinfurt und der Region haben ein deutliches Zeichen gesetzt: Die Beschäftigten der Senertec GmbH, unterstützt von der IG Metall Schweinfurt, übergaben Anfang April eine beeindruckende Anzahl an Unterschriften gegen die geplante Produktionsschließung in Schweinfurt an die Unternehmensführung. Beim Auftakt der Verhandlungen in Rastede (Niedersachsen) wurde damit unmissverständlich klar: „Die Belegschaft und viele Menschen in der Region sind nicht bereit, die Abwicklung der Produktion bei Senertec in Schweinfurt schweigend hinzunehmen“, betonen die Betriebsräte Christian Zimmer, Christos Piknias und Nicolas Friedel, die die Unterschriften übergaben.

Bereits im Januar hatten über 100 Beschäftigte gemeinsam mit der IG Metall öffentlich gegen die geplante Schließung der Produktion protestiert. Der Konzern plant weiterhin, die Fertigung der bewährten Blockheizkraftwerke der Marke „Dachs“ einzustellen. Von dieser Entscheidung wären 76 qualifizierte industrielle Arbeitsplätze samt Ausbildung betroffen. „Das wäre ein falsches Signal für die Energiewende – und ein Verlust von Kompetenz, die nicht nur Deutschland jetzt dringend braucht, um zuverlässig Wärme und Strom bereitzustellen“, betont der Betriebsratsvorsitzende Christian Zimmer im Rahmen der Unterschriftenübergabe.

„Die 2.500 Unterschriften zeigen eindrucksvoll, wie groß die Unterstützung für die Beschäftigten ist – in Schweinfurt und Umgebung“, erklärt Matthias Gebhardt, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Schweinfurt. „Wir erwarten vom Unternehmen, dass es sich ernsthaft mit Alternativen zur Schließung der Produktion auseinandersetzt. Diese Arbeitsplätze sind nicht nur wertvoll – sie sind notwendig für eine verantwortungsvolle Industrie- und Energiepolitik.“ IG Metall und Betriebsrat fordern ein tragfähiges Zukunftskonzept, Investitionen in moderne Produktlinien und echte Verhandlungen über Alternativen zur Abwicklung.

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