Gerichte sind ein zentraler Pfeiler unseres Rechtsstaats. Sie dienen der Klärung von Streitfragen, der Durchsetzung von Ansprüchen und dem Schutz von Rechten. Doch was geschieht, wenn rechtliche Auseinandersetzungen nicht mehr der Klärung dienen, sondern zum Dauerzustand werden?
Ein Unternehmen aus unserer Region sieht sich seit geraumer Zeit wiederholt mit Vorwürfen eines Dritten konfrontiert, die jeweils gerichtlich geklärt werden müssen. Nach Darstellung der Unternehmensleitung handelt es sich dabei um Behauptungen, die man für unbegründet hält. Unabhängig vom Ausgang einzelner Verfahren entsteht jedoch ein spürbarer Effekt: Zeit, Geld und Energie fließen in Schriftsätze und Gerichtstermine – Ressourcen, die im operativen Geschäft fehlen.
Es stellt sich eine grundsätzliche Frage: Welche Verantwortung trägt jeder Einzelne im Umgang mit Konflikten? Der Rechtsweg ist ein legitimes Mittel. Doch wer wiederholt Gerichte bemüht, sollte ebenso bereit sein, das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen. Rechtsstaatlichkeit bedeutet nicht nur, Ansprüche geltend zu machen, sondern auch Maß und Verhältnismäßigkeit zu wahren.
Für Unternehmen – insbesondere im Mittelstand – können dauerhafte juristische Auseinandersetzungen zur erheblichen Belastung werden. Mitarbeitende, Kunden und Partner erwarten Stabilität und Verlässlichkeit. Dauerverfahren schaffen das Gegenteil.
Niemandem ist geholfen, wenn Konflikte zur Endlosschleife werden. Gerichte sind keine Bühne für persönliche Auseinandersetzungen, sondern Orte der sachlichen Klärung. Verantwortung beginnt dort, wo man nicht nur Forderungen stellt, sondern auch die eigene Rolle reflektiert.
Hier noch ein satirischer Song zum Thema! Viel Spaß

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