Große Kundgebung der IGM für mehr Lohn in Schweinfurt


SCHWEINFURT - Die letzte Warnung seitens der IGM an die Arbeitgeber, sollten sie nicht verhandlungsbereit sein wird es große und lange Arbeitsniederlegungen geben. In der zweiten Warnstreikwelle ruft die Gewerkschaft die Betriebe in der Metall- und Elektroindustrie erneut auf, die Arbeit vorübergehend niederzulegen. In Schweinfurt, den Hassbergen und im Landkreis Rhön-Grabfeld sind bisher über 10.000 Beschäftigte in 19 Betrieben, den Aufrufen gefolgt. Die starke Beteiligung zeigt, wie unzufrieden die Beschäftigten mit dem momentanen Verhandlungsstand sind. In vier Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeberverbände keine dauerhafte Erhöhung der Entgelte angeboten. In Aussicht gestellt werden von Seiten der Arbeitgeber 3.000 € Inflationsprämie für 30 Monate. Allerdings nur, wenn die Gewerkschaft ihrerseits Zugeständnisse akzeptiert. Von Teilen des Tarifvertrages soll laut Arbeitgeber für einzelne Betriebe ohne Verhandlung mit der Gewerkschaft abgewichen werden können. „Das Unverständnis über den Verhandlungsstil der Arbeitgeber ist riesengroß. Ohne dauerhafte Erhöhung der Entgelte kommen wir angesichts solcher Inflationsraten nicht zusammen. Und diese Botschaft müssen wir den Arbeitgebern in dieser Woche lautstark übermitteln“, so der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Schweinfurt, Thomas Höhn. Die Stimmung ist trotz der kalten Jahreszeit gut. Die Beschäftigten wollen endlich ein faires Angebot der Arbeitgeber sehen. Am 17. November findet die vorerst letzte Verhandlung statt. Danach sind laut Höhn keine weiteren kurzen Warnstreiks mehr geplant. Vielmehr wird die IG Metall dann zu ganztägigen Warnstreiks oder sogar zu unbefristeten Arbeitskämpfen aufrufen. „Die Arbeitgeber spielen mit dem Feuer“, so der Gewerkschafter. Die IG Metall fordert 8 Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von 12 Monaten.



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