Neue Veröffentlichung des Historischen Vereins vorgestellt

 

Im Bild von links: Dr. Uwe Müller, Stadtarchiv, Oberbürgermeister Sebastian Remelé und einer der Autoren des Werkes Ernst Petersen im Trausaal des Schweinfurter Rathauses

Bildquelle: Stadt Schweinfurt, Kristina Dietz

 

Schweinfurt - In der ehemaligen freien Reichsstadt Schweinfurt existierte von 1725 bis 1840 eine bedeutende Orgelbauwerkstatt, die von der Schreinerfamilie Voit durch drei Generationen betrieben wurde. Sie war die einzige evangelische Orgelmanufaktur in der lutherischen Diaspora, die ihrer katholischen Konkurrenz ebenbürtig war. Noch heute klingen vor allem in den unterfränkischen Landkreisen ihre Werke, wenn auch oft verändert, und zeigen ihre schönen, nicht künstlerisch überladenen Barockfassaden.

 

Das nun erschienene Werk ist eine Gesamtdarstellung der Orgelbauerfamilie. Im ersten Teil werden die Mitglieder der Familie vorgestellt, während der zweite Teil sämtliche 57 Neubauten und auch alle bekannten Umbauten oder Renovierungen anderer Orgeln mit Wort und Bild behandelt. Der abschließende dritte Teil fasst systematisch die Merkmale der Voitschen Orgelkunst zusammen.

 

Als Autoren fungieren der 2020 im hohen Alter verstorbene „Orgelpapst“ Hermann Fischer der seine über Jahrzehnte gewonnenen Erkenntnisse zusammenfasst, und Ernst Petersen, der zum einen über die Schweinfurter Orgelgeschichte gearbeitet hat und zum andern zahlreiches neues Bildmaterial beisteuert.

 

Hermann Fischer u. Ernst Petersen: Die Orgelbauerfamilie Voit in Schweinfurt,

Veröffentlichungen des Historischen Vereins Schweinfurt e. V. NF, Band 11, Schweinfurt 2020, 208 Seiten und 240 Abbildungen. ISBN 978-3-9816771-1-9. Für € 20, im Buchhandel erhältlich.

Kommentare