VdK: Altersarmut muss gezielt bekämpft werden


Altersarmut- Seit 2010 ist die Zahl der Senioren in Deutschland, die als arm gelten, deutlich gestiegen. Medien legen bislang unbekannte Zahlen vor. Demnach waren 2017 3,2 Millionen Menschen armutsgefährdet. Dies kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Die neuesten Zahlen belegen: Altersarmut wird ein immer drängenderes Problem in unserem Land. Nicht nur die Armutsgefährdung ist in keiner anderen Bevölkerungsgruppe so stark angewachsen wie bei den Älteren, sondern auch deren Mietbelastung und Überschuldungsquote. Die Schwächung der gesetzlichen Rentenversicherung, das sinkende Rentenniveau und die fehlende soziale Absicherung gerade für Frauen, die jahrelang Kinder erzogen und Angehörige gepflegt haben zeigt nun seine Auswirkungen, zum Beispiel in den langen Schlangen von Älteren an der Tafel.
Die Grundrente ist ein erster Schritt, um die soziale Absicherung im Alter zu verbessern, aber noch immer zu viele werden von ihr nicht profitieren können, da sie die Zugangsvoraussetzungen nicht erfüllen. Deswegen muss durch eine Gleitzonenregelung auch schon ein Anspruch ab 30 Beitragsjahren bestehen. Der geplante Freibetrag für die gesetzliche Rente in der Grundsicherung muss außerdem für alle gelten. Dies gebietet schon der Grundsatz der Gleichbehandlung.
Um Altersarmut gezielt zu bekämpfen, muss weiterhin die Grundsicherung im Alter grundlegend reformiert werden. Die Menschen brauchen deutlich mehr Geld, um zum Beispiel ihre höheren Kosten für Gesundheit und Mobilität zu decken oder um sich einen Kühlschrank zu kaufen, wenn ihrer nach Jahren kaputt gegangen ist.“

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